Plakat zum Film Restrisiko oder Die Arroganz der Macht: Restrisiko oder Die Arroganz der Macht DVD-Umschlag

Restrisiko oder Die Arroganz der Macht

Bundesrepublik Deutschland
1988
Buch/Regie/Schnitt
Bertram Verhaag, Claus Strigel
Kamera
Thomas Willke, Claus Strigel, Friedrich Klütsch, Waldemar Hauschild
Laufzeit
98 min.
Farbe
Farbe
Medium
DVD Code 0 PAL
Fassung
Originalversion (deutsch)
FSK-Freigabe
ab 12

Während hinter den stacheldrahtbewehrten Sicherungsanlagen der geplanten Atom-Wiederauf-arbeitungsanlage bei Wackersdorf die Bauarbeiten auf Hochtouren laufen, das Brennelemente-eingangslager kurz vor seiner Inbetriebnahme steht, lädt das Bayerische Umweltministerium als zuständige Genehmigungsbehörde zum Erörterungstermin zur zweiten Atomrechtlichen Teilgenehmigung nach Neunburg vorm Wald. Die 881.000 Menschen, die gegen den Bau der WAA schriftlich Einwendungen erhoben hatten, sollen in einer Bierhalle des abgelegenen 8.000-Seelendorfes "angehört" werden. Hoch oben auf einer Tribüne die Herren der Genehmigungsbehörde, zu ihrer Rechten die Herrn der Betreibergesellschaft, zu ihrer Linken die Herren des TÜV und andere unabhängige Gutachter. Wachleute schirmen sie vor dem Volk in der überfüllten Halle ab. Der Film dokumentiert, wie die Demokratie-Schauveranstaltung das "Restrisiko", das die Demokratie für die Atomlobby darstellt, ausgeschaltete wird. Er entlarvt, mit welcher Arroganz die Mächtigen die begründeten Ängste und Einwände von Bürgern und Wissenschaftlern ignorieren -- nach Recht und Gesetz. Der Film ist ein historisches Dokument zum Thema Wiederaufarbeitung, Atomkraft und Demokratie.

Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin

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