Calling Hedy Lamarr
erhältlich für Kinos

Österreich/Bundesrepublik Deutschland/Großbritannien
2004
Produktion
Hanfgarn & Ufer
Buch/Regie
Georg Misch
Kamera
Jon Sayers
Mitwirkende
Hedy Lamarr, Anthony Loder, Denise Loder-DeLuca, Edie Stansel, Charles Stansel, Caitlin Stansel, Peter Shen, Hans Janitschek, Roy Dunnegan, Arlene Roxbury, Marianna Newton, David Hughes, Marc Levin, Peter Gardener, Arianne Ulmer-Cipes, Joe Pohan
Laufzeit
72 min.
Farbe
Farbe und s/w
Medium
35mm
Fassung
Originalversion (deutsch, englisch) mit deutschen Untertiteln

Die legendäre Hollywood-Diva Hedy Lamarr konnte sich nicht nur für gewagte Filmprojekte begeistern (der erste, angedeutete On-Screen-Orgasmus der Filmgeschichte), sondern traf auch in ihrem Privatleben überraschende und mutige Entscheidungen: Sie lief ihrem eifersüchtigen ersten Mann, dem österreichischen Waffenfabrikanten Fritz Mandl davon und wanderte 1937 nach Amerika aus. Aus Hedwig Maria Kiessler wurde Hedy Lamarr, die über Jahre völlig zu Recht den Titel der „schönsten Frau der Welt“ trug. Doch die Hollywood-Diva hatte noch mehr zu bieten. Wie erst nach ihrem Tod bekannt wurde, war ihr eine bahnbrechende, elektronische Erfindung gelungen. Das sogenannte frequency hopping ist bis heute Grundlage der Mobiltelefonie, unserer Navigationssysteme und des gesamten kabellosen Datenverkehrs. Und das, obwohl Hedy Lamarr nie eine wissenschaftliche Ausbildung absolviert hatte. Die Studiobosse hielten den Erfindergeist der Schauspielerin stets geheim, um ihre Wirkung als betörende Leinwand-Göttin nicht zu gefährden. Hollywood hatte schon damals kein Interesse an intelligenten Frauen. Der Film betrachtet die Diva aus der Perspektive ihres Sohnes Anthony Loder, einem Telefonhändler aus Los Angeles, der sich als Hollywood-Produzent eines Spielfilms über das Leben seiner Mutter versucht. Nach ihren großen Leinwanderfolgen zog sich die Schauspielerin 1958 völlig zurück. Das Telefon wurde zum einzigen Kommunikationsmittel mit der Außenwelt. Die letzten drei Jahrzehnte ihres Lebens verbrachte Hedy Lamarr in den anonymen Vorstädten Floridas: Vereinsamt und von Schönheitschirurgen entstellt, doch immer noch voller Erfindungsgeist.

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