Augenlied
erhältlich für Kinos

Bundesrepublik Deutschland
2003
Buch/Regie
Mischka Popp, Thomas Bergmann
Kamera
Andreas Höfer
Mitwirkende
Günther Wieland, John M Hull, Nuria del Saz, Stefan Demeter, Renata Wojewoda, Pjotr Tarasewicz, Janis Wega, Tamara Kurenkowa, Natascha Pilugin, Oleg Pilugin, Reinhard Riemer, Neslihan, Malik, Dilan
Laufzeit
90 min.
Farbe
Farbe
Medium
35mm
Fassung
Originalversion (deutsch, englisch, kastilisch, polnisch, russisch) mit deutschem Voiceover
Auszeichnung
Hessischer Filmpreis 2003
Kinostart
9.10.2003

Sieht jemand, der nicht sieht, nichts? Blindheit ist für Sehende faszinierend. Und erschreckend. Undunvorstellbar. Wie sehen Blinde die Welt? Wir haben eine Reise durch Europa gemacht. Und ganz unterschiedliche Menschen getroffen. Alle sind blind. Ein Film mit Blinden. Aber er handelt vomSehen. Vom Sichtbaren und Unsichtbaren. Vom Hören, vom Riechen. Von Schönheit und vom Schrecken. Von Träumen. Von der Wahrnehmung der Welt mit allen Sinnen. Ein Film über uns. Überunsere Netzhaut, unsere Wahrnehmung. "Sehende, scheint mir, sehen wirklich nicht sehr viel," sagtJohn Hull in unserem Film. Und lacht. Und erzählt uns eine Traumgeschichte, wild und wüst. AlleBlinden sehen. Aber nicht wie wir. (Absatz) "Augenlied" ist ein Film über den Verlust. Und ein Film über den Reichtum. Ein Reichtum, der -- wie verborgen auch immer -- in uns allen ist. Plötzlich, mitten in Frankfurt, sagt Janis, die blinde Mutter: "Ich rieche den Wind vom Meer." Und John, der Professor aus England, weiß die Antwortauf die Frage: Warum küßt man mit geschlossenen Augen? (Text: Mischka Popp und Thomas Bergmann)

Pressestimmen

"So erreicht der Film Staunen, Respekt und ein Nachdenken darüber, ob unsere Welt tatsächlich, wie gern behauptet, von Bildern dominiert wird."
Torsten Wahl, Berliner Zeitung
"(Der Film) verwandelte anfängliches Mitleid der Zuschauer in 90 Minuten in Hochachtung vor Blinden."
Ruth Herzog, Bremer Nachrichten
"Von der Diktatur der Sichtbarkeit kann keine Rede sein. Nur vom Glück des Sehens."
Jan Brachmann, Berliner Zeitung