Pressematerial zum Film Herr Schmidt und Herr Friedrich: Kurt Schmidt (links) und Wilfried Friedrich

Herr Schmidt und Herr Friedrich
erhältlich für Kinos

Bundesrepublik Deutschland
2001
Buch/Regie/Produktion
Ulrike Franke, Michael Loeken
Kamera
Jörg Adams
Mitwirkende
Kurt Schmidt, Wilfried Friedrich, Lena Stolze (Sprecherin)
Laufzeit
72 min.
Format
35mm
Farbe
Farbe
Fassung
Originalversion (deutsch)
Kinostart
12.12.2002

Ein Porträt eines schwulen Paars, das zugleich Beziehungskomödie und Reise indie deutsche Vergangenheit ist. Die Liebe von Kurt Schmidt und Wilfried Friedrich hat die Mauer in Deutschland und die Mauer im privaten Leben überwunden. Mit großer Offenheit berichten sie über ihre Vergangenheit, ihre Zukunftspläne und ihren Umgang mit den Sorgen der Gegenwart. Wir reisen in eine kleinbürgerliche Welt, eine perfekte Ehe, ein Leben voller Leidenschaft für das Triviale. Der Film berichtet jenseits von Voyeurismus, Bloßstellung und Häme aus der deutschen Provinz. Aus dem speziellen Fall von Herrn Schmidt und Herrn Friedrich wird eine allgemeine Zustandsbeschreibung dieses Landes, voller Melancholie.

Aus den Stasiakten: Operative Personenkontrolle der Person Wilfried Friedrich:"Bei der Bearbeitung des F. muß davon ausgegangen werden, daß erhomosexuell ist. Durch diese abnorme Entwicklung der Persönlichkeit ging der F. seit früher Jugend dazu über, persönliche Befriedigung in postalischen Kontaktenzu Schlagersängern und Filmstars aus dem nichtsozialistischen Wirtschaftsgebietzu finden und durch Bettelbriefe an Autogramme und Schallplatten zu kommen.Durch die Verbindung zu einem Schlagerklub lernte der F. 1977 den gleichgesinnten BRD-Bürger Kurt Schmidt kennen. Zwischen ihnen entwickelte sicheine intensive Verbindung."

Pressestimmen

"Eine ebenso tragischkomische wie bewegende Dokumentation einer schwulen Liebe in der Provinz."
Jan Gympel, zitty
"Nichts wird hier schöngefilmt, weder die Abnutzung der Beziehung noch die Erinnerung."
zitty
"(Der Film) bestätigt einmal mehr: Schwule sind Stinos wie Du und ich."
Marcus Weingärtner, tip
"Im Spannungsfeld von Kitsch und Tragik entstand ein schöner, trauriger Film: (er) erzählt von einer deutsch-deutschen Liebesgeschichte."
Claus Löser, die tageszeitung
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