Ela Troyanos erster Spielfilm "Latin Boys Go To Hell" ist ein wildes Melodram über dieLeiden junger Latinos im tiefsten Brooklyn. Frühe Liebe, frühes Leid, Verlust der Unschuld: Der junge Justin lebt bei seiner Mutter und arbeitet in Manhattan als Assistent für die Fotografin Monica, die Aktaufnahmen von jungen Latinos macht. Wegen Schwierigkeiten mit seiner Familie zieht Justins heterosexueller Cousin Angel bei ihnen ein, und Justin verliebt sich widerstrebend, aber unweigerlich in Angel.Denn Angel ist das, was Justin nicht zu sein glaubt: gutaussehend, smart, sexy. Aus Frust läßt er sich kurz mit dem Sexbomber Carlos ein, dessen Freund Braulio in Rage gerät und auf Rache sinnt.
Das melodramatisch-persiflierende Geschehen orientiert sich an den Telenovelas, denlateinamerikanischen Seifenopern. "Latin Boys Go To Hell" ist nicht nur eine Studie über den Spagat zwischen verschiedenen Kulturen, sondern ein absolutes Novum. Es könnte für die jungen Schwulen der extrem homophopen, vom Katholizismus undMachismus geprägten Latino-Gemeinde das sein, was Praunheims "Nicht der Homosexuelle..." Ende der 1960er in der BRD war.
Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin