Im Frühjahr 1952 wird Bischof Bilodeau in ein Gefängnis geschickt, um Simon Doucet, einem kranken Gefangenen, die Beichte abzunehmen. Doucet berichtet dem Bischof vom sexuellen Erwachen und den ersten homosexuellen Erfahrungen dreier Heranwachsender im Jahr 1912. Alser die Namen erwähnt, erkennt der Bischof mit Bestürzung seine eigene Geschichte. Und plötzlichverändert sich das Innere des Gefängnisses zu einer Art Theater.
Bilodeau wird in den Beichtstuhl eingesperrt. Durch das Gitter wird er Zeuge einesgespenstischen Schauspiels, das entscheidende Momente im Leben Simons vor 50 Jahrenvorführt. Damals war Doucet so unsterblich in Vallier, Sprößling einer kauzigen Hotelbesitzerin,verliebt, daß er bereit war, mit seinem Vater wie auch mit allen bürgerlichen Konventionen zu brechen und für Vallier sogar seine reiche Verlobte zu verlassen.
Bischof Bilodeau wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Denn er war es, der diese Liebe seinerzeit nicht ertragen konnte und sich in ein schreckliches Verbrechen verwickeln ließ. Dochnun, eingesperrt wie ein Gefangener, muß er um sein Leben fürchten...
"Lilies" ist ein pop-artiges Happening: das christliche Leiden kommt schmachtend daher, die Liebe ist der Heiligkeit gleich und reines Verlangen, steuert das Verhalten im ewigen Kampf gegen dieherrschenden Normen der Wohlanständigkeit.
"Lilies" wurde mit vier kanadischen Filmpreisen, dem "Genie Award", ausgezeichnet, unter anderem als bester Film des Jahres. Beim San Franciso International Gay And Lesbian FilmFestival erhielt "Lilies" den Publikumspreis.