Wochentage

Bundesrepublik Deutschland
2005
Buch/Regie
Casten Gebhardt
Kamera
Lutz Zoglauer, Ralf Glaser
Musik
Carsten Nicolai
Darsteller
Zoé Naumann, Peter Moltzen, Alexander Höchst, Marko Dyrlich, Marcel Klose, Peter Kurth, Barbara Ansorg, Carola Sigg
Laufzeit
90 min.
Farbe
Farbe und s/w
Medium
35mm
Fassung
Originalversion (deutsch) mit englischen Untertiteln
Kinostart
3.5.2007

Der Film handelt von einem jungen Mädchen.

Tag für Tag zappt er sich in das Geschehen um dieses Mädchen, ihren Begegnungen, ihren Beziehungen. Sie trifft sich mit Männern, mit Frauen, besucht ihre Großmutter. Einer der Männer scheint ihr Freund zu sein, doch schon am nächsten Tag sehen wir sie mit einem anderen. Im Bett. Und am übernächsten mitnoch einem.

Einmal, nachts nach einer Party, gemeinsam fahren sie ans Meer. Und als sieaufwachen ist ringsum Sand. Die Wüste. Aber die Episode heißt doch "Donnerstag"? Also ein Traum? Es scheint so. Es scheint so, weil es nicht sicher ist, nicht klar. Klar ist nur, dass es das Mädchen gibt, und die Männer, und die anderen Personen. Was sie denken, was sie fühlen erfahren wir nicht. Uns bleiben nur Momente, Momentevon Sehnsucht und/oder von Gleichgültigkeit, Momente von Einsamkeit und beinahe verzweifelter Nähe, unschuldiges Verlangen und kalkuliertes Benehmen.Momente, die das sein können, was wir Leben nennen.

Wochentage ist ein Episodenfilm. Basierend auf den Kurzfilmen Dienstag und Mittwoch wurde er von 1998 bis 2004 mit jährlich einer neuen Episode komplettiert.

Pressestimmen

"…ein quasi ohne Budget, am äußersten Rand noch des deutschen Kinobetriebs entstandener Film… Nichts wird in "Wochentage" mit Bedeutung aufgeladen über den Moment hinaus, der sich ereignet und vergeht. Umso gespannter darf man blicken und sehen und sehen wollen und sich neugierig treiben lassen im Strom der Dinge, die passieren oder auch nicht."
Ekkehard Knörer, perlentaucher.de
"Der Dienstag ist irgendein Dienstag, der Samstag irgendein Samstag. Sie geht in einen Club, schläft mit diversen Männern, nimmt Drogen, besucht ihre Oma und lädt einen fremden Blinden zum Essen ein. Dabei wird kaum gesprochen. Jede Episode in dem innerhalb von sechs Jahren entstandenen Episodenfilm fesselt, verstört oder verwirrt."
Jana Peters, Zitty
",Wochentage‘" ist zugleich authentisch und in hohem Maße konstruiert."
Frankfurter Allgemeine
"Ebenso irritierend ist der Effekt des Authentischen, der aus der geduldigen Beobachtung alltäglicher Banalität entsteht. Wer gleichermaßen geduldig zusieht, blickt über Gebhardts Impressionen in den Spiegel der Wirklichkeit. Und die verwandelt bekanntlich alles in Drama."
Alexandra Seitz, tip
"Ist dies ein Spielfilm, eine Dokumentation oder experimentelle Kunst? Keine Ahnung, ist egal. Spannend ist es auf jeden Fall, fern aller griffigen Kino-Formeln."
Berliner Morgenpost
"Kommentarlos wird ein Szenario der großen Einsamkeit, beinahe Verlorenheit entworfen, flankiert von hier und da aufblitzenden Fünkchen einer illusorisch und vergänglich anmutenden Nähe…"
Marie Anderson, Kino-Zeit
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