Drei Frauen, drei Lebensalter, drei Filme -- jede der Heldinnen konfrontiert mit den ganzeigenen Konfusionen ihrer Generation: Wer bin ich? Wie will ich sein? Wie sehen mich dieanderen? Wie will ich leben? Wer liebt mich? Bin ich zu alt? Vier lesbische Filmemacherinnen gehen diesen Fragen nach. In ihrer humorvollen Kompilation aus Kurzspielfilmen und Interviews geben sie Einblicke in das Innenleben Berliner Frauenzwischen 16 und 60. Die Hauptfiguren der Spielfilme -- Toni (16), Elke (40) und Helena(60) -- suchen zwischen gesellschaftlichen Normen und Klischees und den eigenenSehnsüchten und Erwartungen nach ihrem persönlichen Glück.
"Bye Bye Antonia" (15 min) von Isabella Gresser untersucht das Geschlechterrollenverhalten bei Jugendlichen und zeigt die Auseinandersetzung der jungenProtagonistin, die sich von Zwängen und Konventionen befreien möchte. Muß Toni sich entscheiden? Mädchen oder Junge?
In "Cherchez la butch" (20 min) von Martina Minette Dreier und Heidi Kull sucht die40jährige Elke nach der Frau ihres Lebens. In ihrer Vorstellung muß Liebe so sein wie imFilm, und so blendet sie die Realität oft zugunsten ihrer romantischen Wunschträume aus.
In "Helena" (22 min) von Fraya Frömming will eine ältere, lesbische Frau ihrem Leben einEnde setzen. Sie hat zwar viele Talente, aber die nutzen nichts, wenn man als alt unddamit überflüssig gilt. Doch dann kommt alles anders und Helena besinnt sich auf ihreKraft, ihre Hoffnung und letztendlich auf ihre Wut. Der Film behandelt das Thema mit vielHumor, ohne in trübsinniges Lamentieren abzudriften.
In Interviews zwischen den Filmen kommen Frauen aus allen drei Generationen zu Wort.Sie sprechen sehr ehrlich über ihre Träume, ihre Vorstellungen von Liebe und Glück, vonIdentität, Alter und Lebenskonzepten. Vielleicht gibt es Überraschungen, entdeckt man abgeklärte Twens oder staunt über die Aufbruchstimmung einer Sechzigjährigen. Auf alleFälle bekommt man Lust, selbst über die Fragen nachzudenken, die "Lost In Generation" stellt.