Der Film dokumentiert die Arbeit in einer von Frauen betriebenen Bordellwohnung im ersten Stock eines Wohnhauses. Lady Tara, die kluge, reflektierte Domina, ist dieBetreiberin des Bordells. Drei weitere Frauen arbeiten mit ihr. Nadine ist verliebt in einen Tunesier. Sie weiß, wie kompliziert ihre Lage ist. Das "Weiße Studio" ist ihreDomäne. Tina ist eine erfahrene, liebevolle Prostituierte, deren Bereich das "Schwarze Studio" ist. Auf Cindy, die Anfängerin und auch die Jüngste im Bordell, sind dieKolleginnen zuweilen eifersüchtig.
Die Sex Rooms sind unterschiedlich ausgestattet, entsprechend den vielfältigen Bedürfnissen: der weiße (Medizin-) Raum, das schwarze (S/M)-Studio, das griechische,das blaue und das gelbe Zimmer. In der Küche findet das Leben zwischen der Arbeitstatt: warten, lesen, schminken, telefonieren, schwatzen und kochen. Der Flur verbindet die Küche mit den Räumen, hier vermischen sich die Geräusche: das Stöckelnder High Heels, die Waschmaschine, der Sex in den Zimmern, das Klappern der Töpfe,der Tratsch und das Herumalbern. Der Film ist eine Plattform für die Ansichten der Frauen. Zum Beispiel Lady Tara über sich selbst und die Gesellschaft: "Ich habe in meinem Leben so viel gevögelt. Das war schön in dem Moment, aber das war nichtsBesonderes und da ist auch nichts Heiliges dabei. Das ist wie, wenn ich mit jemandemein gutes Gespräch habe. Was soll an Muschi und Schwanz so heilig sein? Warum kann man eine Prostituierte nicht lassen wie sie ist? Für Unglück oder Glück einer Hure istnicht gleich der Staat verantwortlich. Viele Frauen sind in ihrer Ehe unglücklich,deswegen wird die Ehe auch nicht abgeschafft. Ich sag´s mal so, natürlich gibt es überall auf der Welt Personen, die geschützt werden müssen, weil sie selbst nicht dazuin der Lage sind."
Farben und Bewegung bereichern die dokumentarische Realität des Films: Rot, Grün,Lila und Gelb verändern besonders den Flur zwischen den Räumen. High Heels tanzen in schreienden Farben und grellem Licht, sie verselbstständigen sich zu einem schnellen Ballett der Dominanz, der Künstlichkeit und des Vergnügens.